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  Windkraft für Kamerun
Junge Münchner siegen mit ihrem Projekt beim Bundeswettbewerb.
Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel zeichnet herausragende soziale Initiativen aus.
 

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hat am 29.09.2008 im Bundeskanzleramt in Berlin als Schirmherrin sieben Preisträger des Wettbewerbs „start social“ für herausragende soziale Initiativen ausgezeichnet. Die prämierten Initiativen decken ein breites Spektrum sozialen Engagements ab. Die reichen von der Eingliederung von Menschen mit Migrationshintergrund, über die Nutzung erneuerbarer Energien in Afrika,bis zur Hilfe für Familien mit schwerstbehinderten Kindern im Urlaub. Bundeskanzlerin Merkel in ihrer Eröffnungsrede: "Jedes Jahr stehen auf diese Weise Fachleute vielen Initiatoren sozialer Projekte mit Rat und Hilfe zur Seite. Denn auch Helfer können Hilfe gut brauchen – ob ihre Initiativen noch jung, kaum mehr als eine Idee sind oder bereits erprobt und prämiert. „start social“ begleitet sie ein Stück weit auf ihrem Weg."

 
Bundeskanzlerin Angela Merkl hält am 29.09.2008 im Bundeskanzleramt in Berlin die Festrede zur Verleihung des Preises für die Bundessieger im „start social“ – Gründerwettbewerb 2008

     

Mehr als 300 ehrenamtliche Initiativen bewarben sich mit ihren Projekten für den Wettbewerb, gemeinsam getragen von der Bundesregierung, dem Pharmaunternehmen Pfizer, der ProSiebenSat.1 Group, der Siemens IT Solutions and Services AG, sowie der McKinsey & Company. Ziel von „start social“ ist es, mit Know-how aus der Wirtschaft das bürgerschaftliche Engagement in Deutschland nachhaltig zu fördern. Unter dem Motto "Hilfe für Helfer" unterstützt die Aktion jedes Jahr 100 ausgewählte Initiativen drei Monate lang mit Beratungsstipendien. Experten und Coachs aus Wirtschaft und sozialen Institutionen arbeiten mit den Stipendiaten an der Verbesserung und Weiterentwicklung der Projekte. Eine unabhängige Jury wählt schließlich aus den besten 25 Initiativen die sieben Preisträger aus. Jeder Preisträger erhält ein Preisgeld von 5.000 Euro.
Ein Beispiel für eine solche Erfolgsstory haben die beiden Münchner Cornelia Ehlersund Johannes Hertlein mit ihrem Pilotprojekt „Windkraft-Kleinunternehmer für Kamerun“ im Rahmen der Aktivitäten ihres Vereins GREEN STEP e.V. nun
geschrieben. Einige Monate wurden die beiden von dem Starnberger Wirtschaftssenior Wilhelm von Herder-Hebenbrock, Existenzgründungsberater (KfW) und ehrenamtlicher Geschäftsführer des Wirtschaftsfördervereins „Unternehmerforum für den Mittelstand e.V.“, sowie von Susanne Kienow-Wimmer, Senior Key Account Manager bei O2 in München, unter die Fittiche genommen, um ihrem Projekt die Flügel des Erfolgs zu verleihen.

 

Begleitender Projekt-Coach und ehrenamtlicher Geschäftsführer des Unternehmerforum für den Mittelstand e.V. Wilhelm von Herder-Hebenbrock (links) am 29.09.2008 im Gespräch mit der Bundeskanzlerin und Vertretern seines Sieger-Projekts „Pilotprojekt Mmuok – Windkraft-Kleinunternehmen für Kamerun“.

  GREEN STEP e.V. lehrt in seinem Pilotprojekt die Bevölkerung im Dorf M’muock im afrikanischen Kamerun mit seinen ca. 7.000 Einwohnern, kleine Wind- und Wasserkraftanlagen aus leicht zu beschaffenden Materialien eigenhändig herzustellen. Verwendung finden dabei viele Schrott-Teile. Mit diesen kleinen Anlagen können altersschwache Autobatterien wieder geladen werden, um zum Beispiel ein Radio und einige Glühbirnen zu betreiben. Die Initiatoren gehen aber noch einen Schritt weiter. Die Windräder sollen nicht nur aus einfachsten Materialien gefertigt werden, sondern auch von ortsansässigen Handwerkern. In entsprechenden Schulungen werden sie unterwiesen, wie sie mit dieser einfachen Technologie ein kleines Energieversorgungs-Unternehmen als Einnahmequelle für den Lebensunterhalt ihrer Familie aufbauen können. Dieses Projekt wurde auch deshalb prämiert, weil es in jede andere Region der 3. Welt übertragbar ist und beispielhaft auf Hilfe zur Selbsthilfe basiert.
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